Meditation

Meditation

In der Hektik des Alltags ist es wichtig, gelegentlich auch mal zur Ruhe zu kommen und sowohl dem Körper als auch dem Geist eine Auszeit zu geben. Viele halten die Meditation immer noch für eine religiöse Praxis, die nur von Mönchen praktiziert wird. Die vielen Eindrücke, die ständig auf uns einwirken und uns unter Stress setzen, sind normal geworden. Momente der Entspannung sind hingegen selten. Es ist umso bedeutungsvoller, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, um diesem Stress nicht zum Opfer zu fallen. Meditation ist dabei eine immer häufiger verwendete Möglichkeit. Aufgrund der zahlreichen gesundheitlichen Vorteile lohnt es sich, dem Meditieren zumindest eine Chance zu geben.

Was bewirkt die Mediation?

Auch für Sportler ist Meditation sinnvoll, der Körper und die Muskeln lassen sich ebenso effektiv trainieren wie das Gehirn. Schließlich ist das mentale Training auch im Hochleistungsbereich mittlerweile etabliert. Heutzutage ist Meditation eine Art Trend, dem viele nachgehen. Auch als Freizeitsportler kann man dieses Achtsamkeitstraining nutzen, um die eigene Konzentration zu steigern, die Regeneration des Körpers effizienter zu gestalten und in einen Flow-Zustand zu kommen.

Die physischen Auswirkungen auf den Menschen sind vielseitig. Dazu zählen…

–        die Senkung des Blutdrucks

–        ein geringeres Risiko für Herzinfarkte

–        ein geringeres Risiko für Schlaganfälle

–        die Senkung der Herzfrequenz

–        die Stärkung des Immunsystems

–        die Verlangsamung der Atmung

–        das Ausschütten von Glückshormonen

–        das Ausschütten von Serotonin für einen besseren Schlaf

–        eine Verminderung des Schmerzempfindens

–        die Vorbeugung von Demenz

Dadurch, dass diese Prozesse im Körper ablaufen, bist du glücklicher und kannst besser auf Stresssituationen reagieren. Aufmerksamkeit und Konzentration steigern sich, auch wenn du starkem Stress ausgesetzt bist. In diesen Momenten haben Emotionen großen Einfluss auf deine körperlichen Leistungen. Achtsame Menschen sind deutlich besser dazu im Stande, sich auf Wesentliches zu fokussieren, andere Dinge auszublenden und die Emotionen im Griff zu haben. Die schwierigen Situationen werden nach und nach weniger. Besser formuliert: Man lernt, besser mit ihnen umzugehen. Es ist mittlerweile ausreichend belegt, dass durch Meditation sogar die Struktur des Gehirns verändert wird. Bewiesen wurde unter anderem, dass der sogenannte Mandelkern, ein Teil des Hirns ist und für die Steuerung der Angst zuständig ist, schrumpft. Die graue Substanz nimmt in Teilen des Gehirns zu, die beispielsweise mit Mitgefühl in Verbindung gebracht werden. Es ist auf diesem Weg also möglich, Fähigkeiten wie Mitgefühl oder Konzentration zu trainieren.

Beim Sport fällt es einem durch das Meditieren leichter, den Kopf frei zu bekommen und sich auf den Moment zu konzentrieren. Man gerät in einen Flow, bei dem man zu Hochleistungen aufläuft. Die Bewegungen laufen von alleine ab, man genießt den Augenblick. Negative Gedanken werden verdrängt und positive kommen stattdessen auf. Man versinkt im Hier und Jetzt. Eine Studie von Jackson & Csikszentmihalyi aus dem Jahr 1999 sagt aus, dass Körper und Geist in diesen Situationen optimal synchronisiert sind. Diese Momente und dieser Zustand können durch Achtsamkeitstraining öfter und leichter erreicht werden, ohne dass man in dem Moment was dafür tut. Wenn man meditiert bringt man den Körper in diesen Zustand und kann ihn deshalb leichter abrufen. Die Leistung wird nachfolgend erhöht, die Gefahr sich zu verletzen sinkt im Gegenzug. Reaktionszeiten und koordinative Fähigkeiten werden ebenfalls verbessert. Durch die schon erwähnten physischen Effekte wie den niedrigeren Blutdruck werden außerdem die Regenerationsprozesse beschleunigt. Beim Meditieren entspannt der Körper. Stress wird reguliert, der Körper wird in ein Gleichgewicht gebracht und die Atmung verlangsamt, der Puls sinkt, etc. Geistige und muskuläre Anspannung wird gleichermaßen gelöst.

Fazit

Das klingt natürlich alles sehr vielversprechend. Es ist logischerweise so, dass all diese Vorteile nicht sofort eintreten, sondern erst mit der Zeit und vor allem mit regelmäßigen Meditationsübungen. Nur durchs Meditieren wird man auch kein Hochleistungssportler. Es macht also eher Sinn, das Ganze ergänzend zum normalen Sportprogramm durchzuführen. Also: Auch wenn es den meisten Leuten anfangs Schwierigkeiten bereitet, man sollte der Meditation definitiv eine Chance geben und das ganze einmal ausprobiert haben. Auf lange Sicht wird es sich auszahlen, sowohl für den Körper als auch den Geist, da die Anpassungen bewiesen sind und Stress ein Problem ist, mit dem ein Großteil unserer Gesellschaft zu kämpfen hat. 

Flüssigkeitsaufnahme

Flüssigkeitsaufnahme

„Denk daran, genug zu trinken.“ Diesen Satz hat wohl jeder schon etliche Male gehört. Der Mensch besteht zum größten Teil aus Wasser, ohne regelmäßigen Nachschub kann unser Körper logischerweise nicht vernünftig funktionieren. Wasser ist essentiell für verschiedenste Lebensvorgänge, zum Beispiel als Bestandteil von Zellen und Gewebe im Körper, als Transportmittel der Nährstoffe und Vitamine oder zum Kühlen, wenn man Sport treibt. Vor allem das Gehirn ist stark auf die Flüssigkeitszufuhr angewiesen. Wieviel Flüssigkeit der Körper aber tatsächlich benötigt, wissen die wenigsten.

Grundlagen

Wasser ist der Durstlöscher schlechthin. Der Körper besteht zu mehr als der Hälfte aus Wasser. Genauer gesagt geht man davon aus, dass Wasser rund 50-70% eines Menschen Wasser sind, dabei spielen Geschlecht, Alter und die sportliche Aktivität eine Rolle. Muskelgewebe besteht zu 75% aus Wasser, weshalb Sportler grundsätzlich einen höheren Wasseranteil haben. Blut und Speichel, aber auch die Hirn- oder die Leberzellen haben einen sehr hohen Wasseranteil. Vor allem bei großer sportlicher Aktivität oder an heißen Sommertagen sollte darauf geachtet werden, dass Wasseraufnahme und Wasserabgabe im Gleichgewicht bleiben. Nicht nur über Schweiß, auch über Atmung, den Stuhlgang und den Urin verlässt Flüssigkeit den Körper.

Die Flüssigkeit, die wir im Körper tragen, hat verschiedene Aufgaben, die lebenswichtige Prozesse aufrechterhalten. Zum einen sorgt sie dafür, dass Nahrungsbrei im Verdauungstrakt verflüssigt wird und noch feste Nahrung gelöst wird. Außerdem können durch die Flüssigkeit diese gelösten Stoffe durch den Körper transportiert werden, die Zellen des gesamten Organismus werden dadurch überhaupt erst erreicht und versorgt. Auch für die Elastizität der Knorpel, Bandscheiben und Menisken ist das Körperwasser verantwortlich. Wir sind dadurch belastbarer bei nahezu allen Bewegungen. Eine der wichtigsten Aufgaben ist die Wärmeregulation. Die Verdunstung eines Liters über die Haut verbrennt zwischen 500-6000 Kalorien an Wärmeenergie, der Körper wird so vor Überhitzung geschützt.

Empfehlungen

Durst ist bereits eine Art Warnung, die der Körper abgibt. Er wird von einem Automatismus ausgelöst. Erst dann zu trinken, wenn man durstig ist, ist der falsche Ansatz. Hierbei handelt es sich um erste, kleine aber unbedenkliche Anzeichen eines Flüssigkeitsmangels.Ein konkreter Flüssigkeitsbedarf ist nicht bekannt. Es gibt jedoch sehr konkrete Empfehlungen, die aus Flüssigkeitsbilanzen abgeleitet wurden. Diese liegen bei ca. 2,3-2,8 Litern bzw. 30-40 ml pro Kilogramm Körpergewicht täglich.

Am besten eignet sich natürlich Mineralwasser. Es hat keine Kalorien und bringt je nach Quelle auch noch Mineralstoffe mit. Auch Tee, Saftschorlen und Kaffee sind positiv zu bewerten. Bei Schorlen sollte darauf geachtet werden, dass sie möglichst verdünnt und ohne Zuckerzusatz getrunken werden.

Alkohol, gezuckerte Saftschorlen, Fruchtsäfte, Milch und Softdrinks sind hingegen in großen Mengen möglichst zu meiden. Milch hat den Nachteil, dass der Energiegehalt sehr hoch ist. Teils wird bei Milch deshalb auch von einem Nahrungsmittel, nicht mehr von einem Getränk gesprochen. Alkohol hat ebenfalls einen hohen Kalorienanteil. Hinzu kommt, dass die Energieträger des Alkohols, die Kohlenhydrate und Fette, nicht verwertet werden. Es gibt zahlreiche Krankheiten, die durch Alkoholkonsum hervorgerufen werden können. Männer sollten eine maximale tägliche Menge von 20 Gramm nicht überschreiten. Bei Frauen beträgt der Grenzwert 10 Gramm. Je höher die Menge ist, desto größer ist das Krankheitsrisiko.

Flüssigkeitsmangel und die Folgen

Bereits kleine Mengen (2% des Körperwassers) machen sich durch Leistungsabfall bemerkbar. Hier gibt es jedoch noch keine Durstgefühle, der Mangel sollte aber so schnell wie möglich behoben werden.

Kleinere Wasserverluste von 1-4 Litern machen sich durch Durst, Reaktions- oder Konzentrationsprobleme, Krämpfe, Müdigkeit, Schwächeerscheinungen und Übelkeit bemerkbar. Wenn dem Körper Mengen von 5-7 Litern fehlen, äußert sich das in Form von Schwindel, Atemnot, Kopfschmerzen, einem verminderten Blutvolumen und sogar Gehunfähigkeit. Bei Mengen von über 8 Litern wird es lebensbedrohlich.

Tipps zur Sicherung einer ausreichenden Wasseraufnahme

Um es leichter zu machen, haben wir ein paar Tipps eingebaut, die sich leicht in den Alltag einbauen lassen:

1.     Ein Morgenritual einführen.

Es hilft ungemein, morgens gleich mit einem Glas Wasser, direkt nach dem Aufstehen, in den Tag zu starten. Am besten hilft warmes Wasser, um damit den Stoffwechsel in Schwung zu bringen und den ersten Hunger zu vertreiben.

2.     Tee und Kaffee

Auch Tee und Kaffee zählen! Im Winter gehört Tee bei den meisten sowieso dazu. Aber auch in wärmeren Jahreszeiten musst du darauf nicht verzichten. Selbstgemachter, ungesüßter Eistee erfrischt und schmeckt zudem noch richtig gut. Kaffee ist aufgrund des Koffeingehaltes umstritten. Ein normaler Konsum birgt jedoch keinerlei Risiken.

3.     Gewohnheiten aktiv ändern

Durch kleine Tricks kann es einfacher fallen, ans Trinken zu denken. Wenn du ein Glas Wasser ausgetrunken hast, schenk dir gleich das nächste ein. Dann musst du nur noch zugreifen. Weniger Aufwand, weniger Ausreden. Stell dir dein Glas Wasser in den Kühlschrank, auf den Nachttisch neben dem Bett oder den Wohnzimmertisch. So verbindest du die jeweilige Aktivität mit dem Trinken. Wenn du den Kühlschrank öffnest oder das Wohnzimmer betrittst, greifst du nach dem Glas Wasser und gewöhnst es dir nach und nach an, mehr zu trinken.

4.     Das Wasser tunen

Zitronen, Ingwer, Gurken, Minze, Orangenscheiben, Früchte, auch ausgefallene Karaffen, Gläser oder Becher… Es gibt unzählige Möglichkeiten, das Getränk optisch und geschmacklich auffälliger zu gestalten und eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr erleichtern.

5.     Wasser essen

In bestimmten Nahrungsmitteln ist ein sehr hoher Wasseranteil enthalten. Wassermelonen, Salat, Gurke, Erdbeeren und Paprika bestehen zu 90% aus Wasser. Pluspunkt: Dein Vitaminkonto wird aufgefüllt.

Krafttraining oder Cardio – Wie kann ich am besten abnehmen?

Krafttraining oder Cardio – Wie kann ich am besten abnehmen?

Krafttraining oder Cardio – Wie kann ich am besten abnehmen?

Über diese Frage wird oft diskutiert. Es gibt verschiedene Meinungen und man kann behaupten, dass es über beide Wege funktionieren kann. Welcher Weg jedoch der effizientere ist und wieso das so ist, nehmen wir jetzt genauer unter die Lupe.

Grundlagen
Zum Thema Abnehmen gibt es einen Grundsatz, den man sich unbedingt merken sollte. Nämlich, dass man nur abnehmen kann, wenn man sich in einem Kaloriendefizit befindet. Das bedeutet, dass die Anzahl der Kalorien, die man im Laufe der Zeit zu sich nimmt, geringer ist als die Kalorienmenge, die man durch Bewegung verbraucht. Dabei kann es sich sowohl um Alltagsaktivität als auch um sportliche Betätigung handeln. Es gilt also:
• Kaloriendefizit  man nimmt ab
• Kaloriengleichgewicht  keine Gewichtsänderung
• Kalorienüberschuss  Gewichtszunahme

Wie man die Sache angeht, ist jedem selbst überlassen. Ob man nun also versucht, weniger zu essen, öfter zum Sport zu gehen oder eventuell sogar doch beides, kann man nach eigenen Präferenzen entscheiden. Es ist jedoch meist leichter, 300 Kalorien weniger zu essen als 300 Kalorien über das Training zu verbrennen. Es ist definitiv noch erwähnenswert, dass Krafttraining nicht gleich Krafttraining ist und man bei einem intensiven Krafttraining natürlich mehr Kalorien verbrennt als bei einem Training im niedrigeren Intensitätsbereich. Genauso verhält es sich beim Ausdauertraining. Man verbrennt selbstverständlich mehr Kalorien, wenn man einer Stunde lang mit einer Geschwindigkeit von 12 km/h läuft, als wenn man in derselben Zeit eine Geschwindigkeit von 9 km/h an den Tag legt.

Abnehmen mit Ausdauertraining
Wie erwähnt, gibt es natürlich Unterschiede, was den Kalorienverbrauch angeht, abhängig von der Trainingsintensität. Es gibt zudem auch Unterschiede von Mensch zu Mensch. Jemand, der 90 Kilogramm wiegt, verbrennt mehr als jemand, der nur 70 Kilogramm wiegt. Aber auch die Sportart, die Bewegungsform beim Ausdauertraining spielt eine Rolle. Beim Joggen verbrennt man beispielsweise mehr als auf dem Fahrrad oder auf dem Crosstrainer.
Der Kalorienverbrauch beim Laufen ist einer der höchsten, die man bei allen sportlichen Aktivitäten erreichen kann. Daher lohnt Ausdauersport sich vor allem, wenn man versucht, seine körperliche Aktivität über einen kürzeren Zeitraum zu erhöhen bzw. Gewicht zu verlieren. Für schnellstmögliche, kurzfristige Erfolge sollte ergänzend jedoch auch immer die Ernährung hinzugezogen werden. Das macht es einem deutlich leichter und man hat viel mehr Möglichkeiten.

Krafttraining als sinnvollere Alternative zur Gewichtsreduktion
Beim Krafttraining gibt es neben einem hohen Kalorienverbrauch noch viele weitere Vorteile. Einige davon erleichtern vor allem ein langfristiges Abnehmen. Man baut Muskeln auf, sieht besser aus, es macht Spaß. Und als Anfänger kann es sogar möglich sein, abzunehmen und gleichzeitig Muskeln aufzubauen.
Der Muskelaufbau hat einen erhöhten Grundumsatz zur Folge. Das heißt, dass der Körper mehr Kalorien verbraucht, wenn man grade keinen Sport macht, da die Muskulatur versorgt werden muss. Muskeln verbrauchen nämlich Kalorien, nur um „am Leben“ bleiben zu können, also um nicht abgebaut zu werden. Der Grundumsatz ist abhängig von der Größe, dem Gewicht und der Körperzusammensetzung. Der Kalorienbedarf setzt sich aus dem Grundumsatz und der körperlichen Betätigung zusammen. Das bedeutet, dass wenn du Krafttraining machst, du Muskeln aufbaust. Diese Muskeln verbrauchen Kalorien für dich, ein Kaloriendefizit und damit auch das Abnehmen, ist leichter zu erreichen. Das ist ein Vorteil, welchen das Ausdauertraining dir nicht bietet.
Auch der sogenannte Nachbrenneffekt ist erwähnenswert. Das funktioniert folgendermaßen: Wenn du Krafttraining machst, wird die Muskulatur beschädigt. Das ist nicht schlimm, das muss sogar so sein, damit die Muskulatur wächst. Der Körper muss nun aber zusehen, wie er diese Schäden repariert, also die Regeneration nach dem Training bewerkstelligt. Das kostet ihn Aufwand, der wiederum dafür sorgt, dass Kalorien verbrannt werden. Dieser Effekt kann für bis zu 38 Stunden anhalten. Auch dieser Vorteil fällt bei dem Ausdauertraining weg.

Empfehlungen
Wer schnell Gewicht verlieren möchte, sollte auf das Ausdauertraining, am ehesten das Joggen (aufgrund des hohen Energieverbrauchs) zurückgreifen, und das mit einer geringeren Kalorienzufuhr kombinieren.
Auf Dauer ist jedoch das Krafttraining die sinnvollere Alternative zur Gewichtsreduktion. Auf Grund der erwähnten Vorteile ist es langfristig sinnvoller, Kraftsport zu machen. Ein erhöhter Grundumsatz und der praktische Nachbrenneffekt als Extrafeature erleichtern das Abnehmen ungemein. Ganz zu schweigen von all den anderen Vorteilen des Krafttrainings.

Proteine

Proteine

Proteine sind aus dem Ernährungsplan der Sportler nicht mehr wegzudenken. Sie sind unerlässlich für jeden von uns. Worauf muss ich aber achten? Wie viel Eiweiß brauche ich? Ist zu viel sogar schädlich? Und vor allem: Wo bekomme ich es her? Alles, was du dazu wissen und worauf du achten solltest, gibt es hier für dich.

Basics
Die Proteine weisen, genau wie die Kohlenhydrate, einen Energiegehalt von 4,1kcal pro Gramm auf. Das ist verhältnismäßig niedrig. Eiweiß dient deinem Körper in erster Linie als Baustoff, also zum Aufbau und Erhalt von Körpermasse. Bei Mangelernährung, sehr langen sportlichen Belastungen oder sehr, sehr proteinreicher Ernährung wird es auch zur Energiebereitstellung verwendet. Bei Ausdauersportlern kommt es vor, dass bei Belastungen ab einer Stunde die Proteine schon ca. 5-15% der Energieversorgung übernehmen, das erklärt auch den erhöhten Bedarf. Außerdem sind sie an der Stärkung des Immunsystems beteiligt.

Eiweißbedarf
Der Bedarf hängt von vielerlei Faktoren ab. Unter anderem spielt der Rest der Ernährung eine Rolle. Auch Alter, Geschlecht und genetische Veranlagung wirken mit. Krankheiten, Medikamentenzunahme, aber auch das Dinge wie das Klima und natürlich die körperliche Aktivität im Alltag sollten Berücksichtigung finden.
Der Proteinminimalbedarf wird in der Regel immer bei 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht (g/kg KG) angegeben. Das sind 9-11% der Gesamtkalorien. Diese Menge ist nötig, um alle vorhandenen Strukturen und Funktionen des Organismus aufrechtzuerhalten. Mit dieser Menge ist es also nicht möglich, Muskeln aufzubauen. In manchen Fällen kann der Körper auch auf die Eiweiße als Energiequelle zurückgreifen. Das kann passieren, wenn man beispielsweise auf eine Low-Carb-Ernährung zurückgreift, also eine Ernährung mit unter 100g Kohlenhydraten am Tag. Bei einer regulären Ernährung ist es so, dass zum Beispiel das Hirn, das Nervensystem und die roten Blutkörperchen auf Glukose als Energielieferanten zurückgreifen. Wenn diese limitiert ist, wird auf Proteine zurückgegriffen. Auch bei den schon angesprochenen Ausdauersportlern, wird bei längeren Belastungen Eiweiß verwendet. Somit ist der Bedarf in Ausnahmefällen erhöht.
Ab einem Alter von 65 Jahren wird eine Proteinmenge von 1 g/kg KG empfohlen, um den natürlichen Prozessen der Muskelrückbildung so gut es geht entgegenwirken zu können. Sportler haben ebenfalls einen erhöhten Eiweißbedarf. In erster Linie ist das dem Ziel des Aufbauens und des Erhaltens von Muskulatur zu schulden. Eine Studie von Campbell aus dem Jahre 2007 fasst folgendes zusammen:
• Ausdauersportler: 1,0-1,6g/kg KG täglich
• Spielsportler: 1,4-1,7g/kg KG täglich
• Kraftsportler: 1,6-2,0g/kg KG täglich

Proteingehalt in Lebensmitteln
Es gibt etliche Lebensmittel, die es durch ihren hohen Proteinanteil einfacher machen, ausreichend Eiweiß zu sich zu nehmen. Vor allem Fleisch ist bekanntlich sehr proteinreich. Rind, Schwein, Ente oder Hähnchen liegen jeweils bei ca. 20g Eiweiß in 100g. Auch Fischsorten wie beispielsweise Hering, Forelle oder Lachs haben einen so hohen Eiweißgehalt. Zudem ist auch der Anteil an Omega-3-Fettsäuren hervorzuheben. Garnelen, Eier und Milchprodukte wie Magerquark oder Käse eignen sich ebenfalls als zuversichtliche Quelle.
Selbstverständlich gibt es auch Alternativen pflanzlicher Herkunft. Besonders Hülsenfrüchte und Samen sind zu nennen. Weiße Bohnen, Kichererbsen, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne, Sojabohnen und Linsen weisen alle einen Eiweißanteil von mindestens 20g (gerechnet auf 100g) auf und sind somit zu empfehlen. Genauso proteinhaltig sind Nüsse. Walnüsse und Haselnüsse haben einen ungefähren Proteinanteil von jeweils 13g.
Wirkung
Eine Zufuhr, die über dem individuellen Bedarf liegt, kann gesundheitlich positive Effekte bewirken. Dazu gehören unter anderem eine verstärkte Sättigung, bessere Gewichtskontrolle und die Senkung des Blutdrucks. Bei negativer Energiebilanz ist es außerdem durch Erhöhung der Proteinzufuhr möglich, einem Muskelabbau bestmöglich entgegenzuwirken. Auch die Knochen werden gestärkt und stabilisiert.
Häufig diskutiert wird die Frage, ob zu viel Eiweiß schädlich sein könnte. Fest steht, dass durch sehr hohe Proteinmengen die Nierenfiltration erhöht wird und die Nierendurchblutung gesteigert wird. Gesunde Nieren werden dadurch jedoch nicht gefährdet. Bei Nierenkrankheiten sollte Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden, damit ein Fortschreiten der Erkrankung verhindert wird.
Biologische Wertigkeit
Die Biologische Wertigkeit gibt an, wie effizient ein Nahrungsprotein vom Körper aufgenommen und verwertet werden kann. Dabei gibt es den Referenzwert 100, der die Biologische Wertigkeit von Volleiprotein angibt. Interessant ist, dass durch bestimmte Kombinationen verschiedener Lebensmittel die Biologische Wertigkeit erhöht werden kann. Die Kombination von Molken- und Kartoffelprotein erreicht in einem optimalen Verhältnis zum Beispiel eine Biologische Wertigkeit von 134. Grundsätzlich bilden Kombinationen von tierischem und pflanzlichem Eiweiß die höchsten Werte, es gibt aber auch rein pflanzliche Varianten mit hoher Wertigkeit. Eiweiß kann so besser verarbeitet werden. Eine Ernährung mit vielen proteinhaltigen Lebensmitteln garantiert also eine qualitativ hochwertige Proteinzufuhr.

Sauna

Sauna

Sauna – Regeln und Wirkung

Die Sauna ist eine der beliebtesten Möglichkeiten das Immunsystem zu stärken und sich aufzuwärmen, vor allen Dingen im Winter. Ein Besuch in der Sauna kann zudem zu der Entspannung von Körper und Geist beitragen. Welche Auswirkungen, Vorteile und auch Risiken es dabei gibt und an welche Regeln man sich halten sollte, erfährst du hier. Grundsätzlich wird die Durchblutung beim Saunabesuch angeregt. So können sich Muskeln und Haut entspannen. Verspannungen werden gelöst und der Schmerz reduziert. Durch den erhöhten Blutbedarf im gesamten Körper erhöht sich die Herzfrequenz und das Herz wird trainiert. Der Wechsel zwischen Wärme und Kälte stärkt das Immunsystem. Die Temperatur wird in der Sauna um 1 bis 2 Grad Celsius erhöht, vergleichbar mit einer Fieberinfektion. Die Abwehrkräfte werden aktiviert und Krankheitserreger werden abgetötet. Wenn du die Saunajetzt verlässt, ziehen sich die Blutgefäße quasi wieder ruckartig zusammen, der Blutdruck steigt und es werden Hormone und Adrenalin ausgeschüttet. Deshalb ist es auch zu empfehlen, direkt nach dem Saunagang kalt zu duschen. Dem Wechsel zwischen Heiß und Kalt wird eine positive Wirkung auf das vegetative Nervensystem nachgesagt. Durch die bekanntlich erhöhte Schweißproduktion während des Besuches in der Sauna wird die Entgiftung und Ausscheidung über die Haut erhöht. So kann auch Hautkrankheiten vorgebeugt werden. Auch die Atemorgane profitieren vom Saunagang. Durch die Hitze könne Sie tiefer ein- und ausatmen und mehr Luft fassen. Die feuchte Luft hilft bei der Durchblutung der Schleimhäute, Atemwegserkrankungen können vorgebeugt und Erkältungen vermieden werden. Vor allem für Menschen mit Asthma oder chronischer Bronchitis kann das nützlich sein, da sich die Bronchialmuskulatur erwärmt und entspannt. Weitere gesundheitsfördernde Effekte sind zum Beispiel das Vorbeugen eines Muskelkaters, bedingt durch die hohe Durchblutung. Die Ausschüttung von Endorphinen und Serotonin hataußerdem Auswirkung auf das allgemeine Wohlbefinden. Der erhöhte Serotoninspiegel soll zudem schlaffördernd wirken.Es gibt jedoch auch ein paar Dinge, die man beachten sollte, bevor man in die Sauna geht. Zunächst sollte man sich bei bestimmten Krankheiten vorher an einen Arzt richten, beispielsweise Bluthochdruck, Schwindel, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Herzrhythmusstörungen. Bei Erkältungen sollte man auf jeden Fall die Sauna meiden. Sobaldman in die Sauna geht, arbeitet der Körper auf Hochtouren. Der Kreislauf wird in Schwung gebracht, der Körper schwitzt und das Herz muss arbeiten. Blutgefäße weiten sich und Stresshormone werden ausgeschüttet. Daher gilt: Nicht länger als 15 Minuten pro Saunagang. Für Anfänger ist es außerdem zu empfehlen, erstmal in einem Dampfbad zu beginnen und dann mit kurzen 5-minütigen Saunagängen in der normalen Sauna zu „starten“. Taste dich an die höheren Temperaturen ran, damit es auch zu einer erholsamen Erfahrung wird. Bei Unwohlsein oder Schwindel sollte der Aufenthalt am besten sofort beendet werden. Die Wirkung eines Saunabesuches ist nachhaltig und hält circa eine Woche an. Daher ist ein Besuch pro Woche optimal. Bei mehr Besuchen sollten entsprechend die Anzahl der Gänge reduziert werden.