In der Hektik des Alltags ist es wichtig, gelegentlich auch mal zur Ruhe zu kommen und sowohl dem Körper als auch dem Geist eine Auszeit zu geben. Viele halten die Meditation immer noch für eine religiöse Praxis, die nur von Mönchen praktiziert wird. Die vielen Eindrücke, die ständig auf uns einwirken und uns unter Stress setzen, sind normal geworden. Momente der Entspannung sind hingegen selten. Es ist umso bedeutungsvoller, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, um diesem Stress nicht zum Opfer zu fallen. Meditation ist dabei eine immer häufiger verwendete Möglichkeit. Aufgrund der zahlreichen gesundheitlichen Vorteile lohnt es sich, dem Meditieren zumindest eine Chance zu geben.

Was bewirkt die Mediation?

Auch für Sportler ist Meditation sinnvoll, der Körper und die Muskeln lassen sich ebenso effektiv trainieren wie das Gehirn. Schließlich ist das mentale Training auch im Hochleistungsbereich mittlerweile etabliert. Heutzutage ist Meditation eine Art Trend, dem viele nachgehen. Auch als Freizeitsportler kann man dieses Achtsamkeitstraining nutzen, um die eigene Konzentration zu steigern, die Regeneration des Körpers effizienter zu gestalten und in einen Flow-Zustand zu kommen.

Die physischen Auswirkungen auf den Menschen sind vielseitig. Dazu zählen…

–        die Senkung des Blutdrucks

–        ein geringeres Risiko für Herzinfarkte

–        ein geringeres Risiko für Schlaganfälle

–        die Senkung der Herzfrequenz

–        die Stärkung des Immunsystems

–        die Verlangsamung der Atmung

–        das Ausschütten von Glückshormonen

–        das Ausschütten von Serotonin für einen besseren Schlaf

–        eine Verminderung des Schmerzempfindens

–        die Vorbeugung von Demenz

Dadurch, dass diese Prozesse im Körper ablaufen, bist du glücklicher und kannst besser auf Stresssituationen reagieren. Aufmerksamkeit und Konzentration steigern sich, auch wenn du starkem Stress ausgesetzt bist. In diesen Momenten haben Emotionen großen Einfluss auf deine körperlichen Leistungen. Achtsame Menschen sind deutlich besser dazu im Stande, sich auf Wesentliches zu fokussieren, andere Dinge auszublenden und die Emotionen im Griff zu haben. Die schwierigen Situationen werden nach und nach weniger. Besser formuliert: Man lernt, besser mit ihnen umzugehen. Es ist mittlerweile ausreichend belegt, dass durch Meditation sogar die Struktur des Gehirns verändert wird. Bewiesen wurde unter anderem, dass der sogenannte Mandelkern, ein Teil des Hirns ist und für die Steuerung der Angst zuständig ist, schrumpft. Die graue Substanz nimmt in Teilen des Gehirns zu, die beispielsweise mit Mitgefühl in Verbindung gebracht werden. Es ist auf diesem Weg also möglich, Fähigkeiten wie Mitgefühl oder Konzentration zu trainieren.

Beim Sport fällt es einem durch das Meditieren leichter, den Kopf frei zu bekommen und sich auf den Moment zu konzentrieren. Man gerät in einen Flow, bei dem man zu Hochleistungen aufläuft. Die Bewegungen laufen von alleine ab, man genießt den Augenblick. Negative Gedanken werden verdrängt und positive kommen stattdessen auf. Man versinkt im Hier und Jetzt. Eine Studie von Jackson & Csikszentmihalyi aus dem Jahr 1999 sagt aus, dass Körper und Geist in diesen Situationen optimal synchronisiert sind. Diese Momente und dieser Zustand können durch Achtsamkeitstraining öfter und leichter erreicht werden, ohne dass man in dem Moment was dafür tut. Wenn man meditiert bringt man den Körper in diesen Zustand und kann ihn deshalb leichter abrufen. Die Leistung wird nachfolgend erhöht, die Gefahr sich zu verletzen sinkt im Gegenzug. Reaktionszeiten und koordinative Fähigkeiten werden ebenfalls verbessert. Durch die schon erwähnten physischen Effekte wie den niedrigeren Blutdruck werden außerdem die Regenerationsprozesse beschleunigt. Beim Meditieren entspannt der Körper. Stress wird reguliert, der Körper wird in ein Gleichgewicht gebracht und die Atmung verlangsamt, der Puls sinkt, etc. Geistige und muskuläre Anspannung wird gleichermaßen gelöst.

Fazit

Das klingt natürlich alles sehr vielversprechend. Es ist logischerweise so, dass all diese Vorteile nicht sofort eintreten, sondern erst mit der Zeit und vor allem mit regelmäßigen Meditationsübungen. Nur durchs Meditieren wird man auch kein Hochleistungssportler. Es macht also eher Sinn, das Ganze ergänzend zum normalen Sportprogramm durchzuführen. Also: Auch wenn es den meisten Leuten anfangs Schwierigkeiten bereitet, man sollte der Meditation definitiv eine Chance geben und das ganze einmal ausprobiert haben. Auf lange Sicht wird es sich auszahlen, sowohl für den Körper als auch den Geist, da die Anpassungen bewiesen sind und Stress ein Problem ist, mit dem ein Großteil unserer Gesellschaft zu kämpfen hat.